Serumflasche mit Pipette, offener Cremetiegel, Pumpspender, Glasschale und Kapseln auf hellem Stein
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Carsten Maschmeyer kritisiert aufgespritzte Lippen von HyEx-Gründerin

Maschmeyer nennt die Lippen von HyEx-Gründerin Leonie Steinhauer „nicht natürlich", die 250.000-Euro-Forderung bleibt im Pitch umstritten.

Florian Döhnert-Breyer
Beitrag von
Überprüft durch
Aktualisiert am
10.10.2026
Veröffentlicht am
10.10.2026

Inhaltsverzeichnis5
  1. 1Das Wichtigste in Kürze
  2. 2Was Maschmeyer sagte und wie Mutter und Tochter reagierten
  3. 3Das Produkt HyEx: Correction Cream aus eigener Betroffenheit
  4. 4Uneinigkeit unter den Löwen: Studienlage gegen Vertrauensvorschuss
  5. 5FAQ: Häufig gestellte Fragen

Carsten Maschmeyer hat bei „Die Höhle der Löwen" die aufgespritzten Lippen von HyEx-Gründerin Leonie Steinhauer als unnatürlich kritisiert. Die 26-Jährige pitcht gemeinsam mit ihrer Mutter Ines Frey ein Kosmetikprodukt gegen verpfuschte Hyaluron-Behandlungen, direkt angesprochen auf ihr eigenes Aussehen reagierte sie sichtlich getroffen.

Was Maschmeyer sagte und wie Mutter und Tochter reagierten

Im Pitch wandte sich Maschmeyer direkt an Leonie Steinhauer. „Ich will dir nicht zu nahe treten. Du bist eine sehr schöne Frau. Ich finde, es ist zu viel, es sieht nicht natürlich aus", sagte er zu ihrem Äußeren.

Er fragte nach, ob sie für das Ergebnis vielleicht noch einmal HyEx auf die Lippen auftragen müsse. Mutter Ines Frey verteidigte ihre Tochter sofort: „Das ist alles Geschmackssache."

Maschmeyer zog sich noch während des Gesprächs aus dem Pitch zurück. Seinen Rat an Leonie Steinhauer wiederholte er trotzdem: Sie brauche „eine Weile keine Aufspritzung mehr".

Das Produkt HyEx: Correction Cream aus eigener Betroffenheit

Leonie Steinhauer hatte selbst eine missglückte Lippenunterspritzung hinter sich, nach der sie laut eigener Aussage „wie ein Schlauchboot" aussah und sich zwei Tage lang nicht auf die Straße traute. Die ärztliche Korrektur mit einem Hyaluronidase-Präparat kostete sie zusätzlich 250 Euro.

Aus dieser Erfahrung entstand die zweiteilige Correction Cream HyEx. Eine Komponente enthält laut Gründerinnen ein Gemisch aus drei Enzymen, die andere eine aktivierende Creme, beide werden erst unmittelbar vor der Anwendung über einen Mechanismus am Verschluss zusammengeführt.

Die Creme wird mit einem kleinen Applikator aufgetragen, bleibt eine Zeit lang einwirken und wird dann mit lauwarmem Wasser abgewaschen. Als Zielbereiche nennen die Gründerinnen Lippen, Wangen und die Augenpartie.

Uneinigkeit unter den Löwen: Studienlage gegen Vertrauensvorschuss

Judith Williams übte die deutlichste inhaltliche Kritik am Pitch. Statt einer belastbaren Studie legten Frey und Steinhauer nur ärztliche „Wirksamkeitsbestätigungen" vor, was Williams als „wissenschaftlich nicht nachgewiesen" zurückwies.

Janna Ensthaler hielt dagegen: „Ich finde, man muss euch erst mal glauben", sagte sie, ein fehlender Beleg sei für sie noch keine Widerlegung. Dagmar Wöhrl reagierte darauf gereizt und nannte Ensthaler eine „Träumerin".

Wöhrl störte sich zusätzlich an der Bewertung: 250.000 Euro für 25,1 Prozent bei einem Produkt ohne Markteintritt nannte sie „überhaupt nicht akzeptabel" und zog sich zurück, ebenso Ralf Dümmel und Judith Williams.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Janna Ensthaler war nach dem Rückzug von Dümmel, Williams, Wöhrl und Maschmeyer die letzte verbliebene Investorin im Pitch. Sie äußerte zwar Sympathie für die Idee, mit den Worten „Kann sein, dass es der Fehler meines Lebens ist" deutete sie beim Ausstieg selbst Zweifel an. Ob daraus ein Deal wurde, ist zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht bestätigt.

Nein. Die Gründerinnen stützten sich im Pitch auf eigene Erfahrungswerte und ärztliche Einzeleinschätzungen, nicht auf eine kontrollierte Studie mit Probandengruppen und dokumentierten Ergebnissen. Genau das war der Kernkritikpunkt von Judith Williams.

Beim Arzt wird das Enzym Hyaluronidase direkt ins Gewebe injiziert und baut dort die Hyaluronsäure ab, bei einer Gefäßkomplikation wird es laut Fachliteratur wiederholt über Stunden bis Tage nachgespritzt. HyEx wird dagegen äußerlich aufgetragen und erreicht diese Gewebeschichten nicht auf dieselbe Weise.

Weder ein Preis noch ein Vertriebsweg waren bis zum Sendetermin öffentlich bekannt, eine eigene Produktseite oder ein Shop ließen sich vorab nicht finden. Zum Vergleich: Die ärztliche Korrektur, die HyEx ersetzen soll, kostete die Gründerin in ihrem eigenen Fall 250 Euro zusätzlich.