Pipette tropft klares Serum in offene Glasflasche, daneben Steine, Blätter und unscharfe Kosmetiktiegel
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Uniproma bringt PromaCare TTF: Hitze-Fermentation für Hautbarriere

Uniproma launcht PromaCare TTF: ein Fermentations-Wirkstoff aus Thermus thermophilus für gestresste, barrieregeschädigte und zu Rötung neigende Haut.

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Aktualisiert am
20.10.2026
Veröffentlicht am
20.10.2026

Inhaltsverzeichnis6
  1. 1Das Wichtigste in Kürze
  2. 2Herkunft aus einem Hitze-Extremophilen
  3. 3Was im Fermentat steckt
  4. 4Fermentation als wachsender Trend in der Kosmetik
  5. 5Was das für Verbraucher bedeutet
  6. 6FAQ: Häufig gestellte Fragen

Der Rohstoffhersteller Uniproma hat mit PromaCare TTF einen neuen kosmetischen Wirkstoff vorgestellt. Die Basis ist ein Fermentat des Mikroorganismus Thermus thermophilus, gedacht für Formulierungen gegen empfindliche, gestresste und barrieregeschädigte Haut.

Herkunft aus einem Hitze-Extremophilen

Thermus thermophilus stammt ursprünglich aus heißen Quellen und ähnlich hitzebelasteten Lebensräumen. Solche Mikroorganismen werden als Extremophile bezeichnet, weil sie unter Bedingungen überleben, die für die meisten Zellen tödlich wären.

Uniproma stellt dabei klar, dass die Hitzetoleranz des lebenden Organismus nicht automatisch auf das daraus gewonnene Fermentat übertragbar ist. Der Hersteller betont, dass der kosmetische Nutzen von PromaCare TTF auf der Zusammensetzung und den geprüften Eigenschaften der Fermentationsprodukte beruht, nicht auf der bloßen Herkunft aus einem hitzeresistenten Organismus.

Was im Fermentat steckt

Der Fermentationsprozess liefert laut Hersteller ein Gemisch aus Aminosäuren, kurzen Peptiden und weiteren funktionellen Stoffwechselprodukten. Uniproma verweist auf eigene Laborbewertungen, nach denen diese Komponenten die Zellvitalität unterstützen, an entzündungsbezogenen Prozessen ansetzen und die Regeneration einer geschwächten Hautbarriere fördern sollen.

Daraus leitet der Hersteller Zielgruppen ab: empfindliche und reaktive Haut, Haut mit sichtbarer Rötung, unreine und zu Akne neigende Haut sowie Barriere-Repair- und After-Sun-Konzepte gegen Photoaging.

Fermentation als wachsender Trend in der Kosmetik

PromaCare TTF reiht sich in einen breiteren Trend fermentationsbasierter und extremophiler Wirkstoffe ein. Bekanntestes Beispiel ist Ectoin aus halophilen Bakterien, daneben stehen Carotinoide wie Deinoxanthin aus dem strahlungsresistenten Bakterium Deinococcus radiodurans.

Der Unterschied zu Ectoin liegt im Funktionsprinzip: Ectoin wirkt vor allem als osmotischer Schutzstoff mit belegter feuchtigkeitsbindender und entzündungshemmender Wirkung, während PromaCare TTF als Gemisch aus Aminosäuren und Peptiden auf Barriere-Erneuerung zielt. Ob sich diese Wirkmechanismen in unabhängigen Studien bestätigen, ist aus den vorliegenden Herstellerangaben nicht ablesbar.

Was das für Verbraucher bedeutet

PromaCare TTF ist ein Rohstoff für die Kosmetikindustrie, kein fertiges Produkt zum Kauf. Formulierer entscheiden erst in den kommenden Monaten, in welchen Seren oder Cremes der Wirkstoff tatsächlich landet, und Markenprodukte mit dieser Zutat sind derzeit nicht bekannt.

Relevant wird PromaCare TTF für uns in dem Moment, in dem ein Serum oder eine Creme damit formuliert auf den Markt kommt. Genau dann setzen unsere eigenen Tests an, wie wir sie im Vergleich der besten Hyaluron-Seren regelmäßig durchführen, etwa beim Cosphera Hyaluron Serum oder beim La Roche-Posay Hyalu B5 Serum. Bis ein Produkt mit diesem Wirkstoff bei uns auf dem Prüfstand steht, bleibt die Wirkung für Endverbraucher eine Herstellerangabe.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Nach aktuellem Stand ist PromaCare TTF ein Rohstoff, den Uniproma an Formulierer und Kosmetikhersteller vertreibt. Welche Marken ihn in fertige Seren oder Cremes einarbeiten, ist noch nicht bekannt, entsprechende Endprodukte sind bislang nicht gelistet.

Hyaluronsäure bindet vor allem Wasser im oberen Hautgewebe und sorgt so für ein pralleres, glatteres Hautbild. PromaCare TTF setzt laut Hersteller stattdessen auf ein Gemisch aus Aminosäuren, Peptiden und Stoffwechselprodukten, das auf Barrierefunktion und entzündungsbezogene Prozesse zielt, also auf einen anderen Mechanismus als reine Feuchtigkeitsbindung.

Uniproma stützt sich nach eigenen Angaben auf Laborbewertungen des Fermentats, die Hinweise auf Effekte bei Zellvitalität, entzündungsbezogenen Signalwegen und Barriereregeneration liefern sollen. Unabhängige klinische Studien an Probanden mit dem fertigen Wirkstoff sind in den verfügbaren Quellen nicht genannt.