
Uniproma bringt PromaCare TTF: Hitze-Fermentation für Hautbarriere
Uniproma launcht PromaCare TTF: ein Fermentations-Wirkstoff aus Thermus thermophilus für gestresste, barrieregeschädigte und zu Rötung neigende Haut.
Der Rohstoffhersteller Uniproma hat mit PromaCare TTF einen neuen kosmetischen Wirkstoff vorgestellt. Die Basis ist ein Fermentat des Mikroorganismus Thermus thermophilus, gedacht für Formulierungen gegen empfindliche, gestresste und barrieregeschädigte Haut.
Herkunft aus einem Hitze-Extremophilen
Thermus thermophilus stammt ursprünglich aus heißen Quellen und ähnlich hitzebelasteten Lebensräumen. Solche Mikroorganismen werden als Extremophile bezeichnet, weil sie unter Bedingungen überleben, die für die meisten Zellen tödlich wären.
Uniproma stellt dabei klar, dass die Hitzetoleranz des lebenden Organismus nicht automatisch auf das daraus gewonnene Fermentat übertragbar ist. Der Hersteller betont, dass der kosmetische Nutzen von PromaCare TTF auf der Zusammensetzung und den geprüften Eigenschaften der Fermentationsprodukte beruht, nicht auf der bloßen Herkunft aus einem hitzeresistenten Organismus.
Was im Fermentat steckt
Der Fermentationsprozess liefert laut Hersteller ein Gemisch aus Aminosäuren, kurzen Peptiden und weiteren funktionellen Stoffwechselprodukten. Uniproma verweist auf eigene Laborbewertungen, nach denen diese Komponenten die Zellvitalität unterstützen, an entzündungsbezogenen Prozessen ansetzen und die Regeneration einer geschwächten Hautbarriere fördern sollen.
Daraus leitet der Hersteller Zielgruppen ab: empfindliche und reaktive Haut, Haut mit sichtbarer Rötung, unreine und zu Akne neigende Haut sowie Barriere-Repair- und After-Sun-Konzepte gegen Photoaging.
Fermentation als wachsender Trend in der Kosmetik
PromaCare TTF reiht sich in einen breiteren Trend fermentationsbasierter und extremophiler Wirkstoffe ein. Bekanntestes Beispiel ist Ectoin aus halophilen Bakterien, daneben stehen Carotinoide wie Deinoxanthin aus dem strahlungsresistenten Bakterium Deinococcus radiodurans.
Der Unterschied zu Ectoin liegt im Funktionsprinzip: Ectoin wirkt vor allem als osmotischer Schutzstoff mit belegter feuchtigkeitsbindender und entzündungshemmender Wirkung, während PromaCare TTF als Gemisch aus Aminosäuren und Peptiden auf Barriere-Erneuerung zielt. Ob sich diese Wirkmechanismen in unabhängigen Studien bestätigen, ist aus den vorliegenden Herstellerangaben nicht ablesbar.
Was das für Verbraucher bedeutet
PromaCare TTF ist ein Rohstoff für die Kosmetikindustrie, kein fertiges Produkt zum Kauf. Formulierer entscheiden erst in den kommenden Monaten, in welchen Seren oder Cremes der Wirkstoff tatsächlich landet, und Markenprodukte mit dieser Zutat sind derzeit nicht bekannt.
Relevant wird PromaCare TTF für uns in dem Moment, in dem ein Serum oder eine Creme damit formuliert auf den Markt kommt. Genau dann setzen unsere eigenen Tests an, wie wir sie im Vergleich der besten Hyaluron-Seren regelmäßig durchführen, etwa beim Cosphera Hyaluron Serum oder beim La Roche-Posay Hyalu B5 Serum. Bis ein Produkt mit diesem Wirkstoff bei uns auf dem Prüfstand steht, bleibt die Wirkung für Endverbraucher eine Herstellerangabe.



